Die orthopädische Rheumachirurgie
Orthopädische Rheumachirurgie umfasst alle Eingriffe zur Wiederherstellung von Gelenken und Sehnen, die von rheumatischen Erkrankungen erfasst wurden. Der Umfang der operativen Maßnahmen ist vom Stadium der Krankheit abhängig.

Im Frühstadium wird durch die Entfernung der rheumatisch erkrankten, und damit chronisch entzündeten Gelenkskapsel, oder Sehnenscheide eine weitere Zerstörung verhindert. Dabei handelt es sich um verhältnismäßig kleine Eingriffe: Die Synovektomie und die Tenosynovektomie.

Im Spätstadium der Erkrankung werden Sehnen beziehungsweise Gelenksersatzoperationen durchgeführt. Der oft an vielen Gelenken erkrankte und dadurch schwer belastete Rheumapatient kann damit Beweglichkeit, Schmerzfreiheit und körperliche Leistungsfähigkeit wieder zurückgewinnen.

Von rheumatischen Erkrankungen können sowohl Finger-, Hand-, Ellenbogen- und Schultergelenk als auch Zehen, Füße, Knie- oder Hüftgelenk betroffen sein. Es kommen aber auch rheumatische Veränderungen an der Wirbelsäule insbesonders an der Halswirbelsäule vor, die in schweren Fällen ebenfalls operativ behandelt werden müssen.

Die Art des Eingriffes, der Zeitpunkt und die Abfolge von eventuell notwendigen mehreren Operationen, wie es bei schweren Fällen oft erforderlich ist, wird in Zusammenarbeit mit dem Rheumatologen festgelegt.